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Depressionen in der Krisenzeit

Aktualisiert: Apr 24


Die aktuelle Lage erschwert uns allen den Alltag. Zu Hause bleiben, Homeoffice oder Homeschooling und Abstand halten.


Ich habe mich gefragt, wie es den Personen geht, die auch sonst oft Stress verspüren und habe ein Interview mit einem guten Freund (möchte nicht genannt werden) geführt, der schon einige Jahre unter Depressionen leidet.

1. Würdest du allgemein sagen, dass die Corona-Krise dir mehr zu schaffen macht als die Normalität?


Ja und Nein. Die Corona-Krise ist natürlich sehr nervenaufreibend, aber die Normalität hat ebenfalls Aspekte, die mich und andere belasten.

2. Hast du Probleme beim Lernen?


Ja. Mir fehlt das System der Schule mit Stundenplänen und fest gesetzten Zeiten. Auch sonst hat mir das schon immer einen starken Halt gegeben.

3. Hattest du in der Krise schon einmal einen deutlichen Tiefpunkt?


Ja, mehrfach. Dadurch, dass mir das Schulsystem nun gerade nicht helfen kann, stauen sich am einen oder anderen Punkt auch mal die Aufgaben. Ein starker Faktor für meine Tiefpunkte war schon immer, wenn ich mich überlastet gefühlt habe. Das trifft hier zu.

4. Wann merkst du, dass es zu viel wird?


Also bei mir bemerke ich es immer, wenn meine Arbeit immer langsamer wird. Ich merke dann, dass ich nun zu nichts mehr wirklich kommen werde. Leider passiert mir das des Öfteren.

5. Wie versuchst du dich in der Krise abzulenken?


Ich gehe meist mit meinem Hund spazieren. An die Luft zu kommen hilft bei mir immer.

6. Freust du dich schon darauf, wieder in die Normalität zurückkehren zu können?


Ja, in gewisser Weise schon. Wie ich schon in der ersten Frage sagte, hat auch die Krise ihre Vorteile.


7. Welche Vorteile siehst du da?


In der Normalität hatte ich oft Stress mit großen Menschenmassen. Sei es in der Schule, in der Stadt oder auf einem Konzert. Nun, da dies auf weiteres nicht möglich ist, kann man auch mal zur Ruhe kommen und etwas alleine oder mit der Familie unternehmen. Auch gut gefällt mir, wie die Leute auf einander achtgeben. Ich würde mich freuen, wenn dies der Normalfall wäre.

Interview und Text: Julia Piprek, Klasse 7d


Die AG Journalistik wünscht dem Interviewpartner von Julia alles erdenklich Gute und immer viel Kraft.

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