
Kinder gehen zur Schule, machen Hausaufgaben, helfen im Haushalt, gehen abends schlafen und alles fängt wieder von vorne an. Erwachsene gehen zur Arbeit, helfen den Kleinen beim Lernen, gehen abends ins Bett und alles fängt wieder von vorne an. Das ist der ganz normale Alltag der Menschen.
Aber wie wahrscheinlich alle wissen, ist dieser Ablauf momentan nicht mehr wirklich vorhanden. Das Corona-Virus hat es geschafft, das Leben der Menschen auf den Kopf zu stellen. Die Straßen in Großstädten sind wie ausgestorben, weil sich niemand mehr raus traut. Schulen und Kindertagesstätten in ganz Deutschland wurden geschlossen.
Viele Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr so oft nach draußen, wenn viele Leute beieinander sind. Doch warum ist das so? Ich finde, es gibt dafür nur ein Wort: Angst! Die meisten Menschen haben so große Angst vor diesem Virus, weil es sich unfassbar schnell ausbreitet und schwere gesundheitliche Folgen haben kann.
Man kann sich schnell anstecken, doch es ist nicht so, dass man sich, wenn man sich angesteckt hat, gleich total schlecht fühlt. Nein! Selbst wenn man sich pudelwohl fühlt, kann man das Corona-Virus schon in sich haben. Bemerkbar macht sich das Virus eventuell erst nach ein bis zwei Wochen. Diesen Zeitraum nennt man Inkubationszeit. Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion (hier mit dem Corona-Virus) und den ersten Symptomen.
Man muss gegen die Ausbreitung ankämpfen! Mittlerweile wurde in ganz Deutschland eine
Ausgangbeschränkung verhängt. Bei so einer Ausgangsbeschränkung darf man die Wohnung/das Haus nicht bzw. nur aus wichtigen Gründen, zum Beispiel dem Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche und Sport und Bewegung an der frischen Luft verlassen – dass aber nur alleine oder mit Personen, mit denen man zusammenlebt. Sich selber kann man nur schützen, indem man persönlichen Kontakt vermeidet. Vielleicht denken manche, dass diese Schutzmasken die Lösung aller Lösungen sind, aber das stimmt nicht. Schutzmasken können einen nicht davor schützen, sich anzustecken. Sie verringern nur das Risiko, andere Menschen anzustecken, wenn man mit dem Corona-Virus infiziert ist.
Bei so einer Krise muss man sich einfach zusammenreißen.
Doch was passiert, wenn trotz all der Vorsichtsmaßnahmen auf einmal ein Familienmitglied krank wird? In so einer Situation muss man noch mehr aufpassen als man es sowieso schon tut.
Ich habe es selbst erlebt. Kurz, nachdem die Angst immer größer geworden ist, wurde mein Papa krank. Natürlich konnten wir nicht wissen, ob es einfach nur eine normale Erkältung oder schlimmer ist. Wir nahmen von diesem Moment an mehr Abstand als vorher, da keiner wusste was er hatte. In so einer Lage ist man vorsichtiger. Ich habe mich zwar um meinen Papa gekümmert (ich hatte ja keine Schule), habe aber trotzdem immer genügend Abstand gehalten.
Was macht man eigentlich zu Hause, wenn man nicht raus darf, außer, um einzukaufen oder andere wichtige Sachen zu erledigen (siehe oben)?
Normalen Freizeitaktivitäten kann man ja nicht mehr folgen, da fast alles geschlossen ist.
Bei Schulkindern ist diese Frage leicht zu erklären – sie bekommen von ihren Lehrern
Aufgaben, die sie erledigen müssen. Manchmal müssen die Schüler sogar Stichproben schicken, damit die Lehrer wissen, dass die Kinder ihre Aufgaben erfüllt haben (ist mir auch schon passiert).
Doch was ist am Nachmittag, wenn man mit seinen Aufgaben fertig ist? Nicht alle Eltern haben die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Viele müssen trotzdem noch raus, da sie „systemrelevant“ sind. Meine Eltern zum Beispiel sind den ganzen Tag weg, darum fühle ich mich manchmal ein bisschen einsam. Gerade deshalb frage ich mich natürlich auch, und ich bin damit sicherlich nicht allein, was ich nach meinen Aufgaben machen kann.
Das ist im Moment sowieso ziemlich gemein, da es von Tag zu Tag immer wärmer wird. Mit Verwandten und/oder Freunden kann man sich ja nicht treffen. Die Einzigen, mit denen man noch Kontakt hat, sind die Eltern und (wenn) Geschwister.
Doch eins ist klar! Die Natur ist immer noch für uns da. Man kann in den Wald gehen, in den Garten, in den Innenhof. Das Einzige, was man bedenken sollte, ist, das man nicht zu vielen Menschen über den Weg läuft.
Geht einfach mal raus an die frische Luft. Es schadet nie, in die freie Natur zu gehen und einfach mal zu genießen. Also nehmt euch die Zeit und verbringt sie mit euren Eltern. Ich schnappe mir in letzter Zeit immer öfter meine Mama und dann fahren wir eine Runde Fahrrad. Egal wohin, meistens auch egal wie lang, Hauptsache, man versauert nicht Zuhause.
Die momentane Lage kann niemand wirklich leiden, zumindest kenne ich niemanden, der die Situation genießt. Wir müssen etwas dagegen tun!
Stark von Bedeutung und sehr wichtig ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Es ist wichtig, die Hände sauber zu halten, dazu gehört auch, am besten immer ein Desinfektionsmittel dabei zu haben, damit man sich im Notfall, aber auch so, die Hände desinfizieren kann.
Auch sehr wichtig ist, Abstand zu halten. Wenn ihr raus geht, entfernt euch mindestens 1,5 Meter von den anderen Menschen – sicher ist sicher. Noch ein wichtiger Punkt, den ich oben schon aufgegriffen habe und der auch oft im Fernsehen an die Zuschauer gegeben wird, ist, dass Schutzmasken, egal ob gekauft oder selbst gemacht, nicht davor schützen, sich anzustecken, sondern nur davor, andere anzustecken, wenn man selber mit dem Corona-Virus infiziert ist.

Aber ich finde, diese schwierigen Corona-Zeiten haben auch was Gutes: Wenn wir es richtig anstellen, wenn wir das Corona-Virus besiegt haben, werden uns vielleicht die Augen geöffnet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Menschen nach dieser Situation mehr auf die Hygiene achten. Ich will damit nicht sagen, dass wir uns bisher überhaupt nicht die Hände waschen oder uns gar nicht um die Hygiene kümmern, aber man sollte daraus lernen. Wascht euch regelmäßig die Hände, das ist ganz wichtig! Am besten ist es, wenn ihr euch die Hände wascht, gleich nachdem ihr von draußen kommt. Egal woher, ihr wart draußen – wascht euch die Hände.
Vielen Leuten wird wahrscheinlich auch wieder klar, wie wichtig die Familie ist. Wenn man jetzt in dieser Zeit öfter mit den Eltern in die Natur geht, Ausflüge macht, dann sollte man das auch in die Zukunft übernehmen, wenn alles wieder vorbei ist.
Also: Wascht euch die Hände, haltet Abstand und bleibt Zuhause. Nur so können wir das Corona-Virus besiegen, indem wir zusammenhalten und zuhause bleiben. Wir müssen jetzt einfach mal durchhalten, denn wenn wir all diese Regeln einhalten, können wir das Corona-Virus besiegen.
Text und Fotos: Emma Terber, Klasse 6d
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